Konzert der Regionalen Kantorei Bad Lauchstädt im Kursaal

15.​11.​2026 um Uhr

Auch in diesem Jahr lädt die Regionale Kantorei Bad Lauchstädt unter der Leitung von Kantor Jörg Ritter gemeinsam mit dem Orchester „Alea iacta est“ sowie den Solisten Anja Pöche (Sopran), Susanne Langner (Alt), Tobias Hunger (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass) zum Konzert anlässlich des Volkstrauertages in den Historischen Kursaal Bad Lauchstädt ein. Das diesjährige Programm, bestehend aus dem „De Profundis“ von Ch.W.Gluck, der Kantate „Herzlich tut mich erfreuen“ von G.Ph.Telemann sowie dem Requiem d – Moll von W.A.Mozart, soll sowohl zum Innehalten an diesem Gedenktag beitragen als auch Zuversicht und Hoffnung in unserer bewegten Zeit wecken. Herr Rudolph, Pfarrer i.R., wird die begleitenden Worte sprechen.

 

Christoph Willibald Glucks in seinen letzten Lebensjahren zwischen 1785 und 1787 entstandenes Werk De profundis wurde am 8. April 1788 im Rahmen eines von der Wiener Tonkünstler-Sozietät veranstalteten Gedenkgottesdienstes (Requiem) für den verstorbenen Komponisten unter der Leitung von Antonio Salieri uraufgeführt. Im Gegensatz zu seinen großen Opernwerken (wie Orfeo ed Euridice) zeigt das De profundis eine ernste, kontrapunktische und schlicht-majestätische Kirchenmusiksprache. Die ungewöhnliche Bläser- und Posaunenbesetzung verleiht dem Werk einen dunklen, würdevollen und fast schon monumentalen Charakter für die Totenliturgie. Sie beruht auf dem lateinischen Text des Bußpsalms 130, „De profundis clamavi ad te, Domine“ – „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“.

 

Georg Philipp Telemann (1681–1767), einer der bedeutendsten Komponisten des Barocks, schrieb im Laufe seines Lebens etwa 3.000 Kantaten, wenn man weltliche Kantaten mit einbezieht. Die Kantate „Herzlich tut mich verlangen“ entstand vermutlich im Jahre 1711 und gehört zu den mehr als 1.700 Kirchenkantaten, die er komponierte. Sie wurde als Kantate zum Fest Mariä Reinigung (2. Februar) für 2 Solostimmen (Tenor und Bass), gemischten Chor, 2 Violinen, Viola und Basso continuo geschrieben. Die Textdichtung schuf Erdmann Neumeister, inspiriert von der Gestalt des greisen Simeon. Der titelgebende Choral „Herzlich tut mich verlangen“ basiert auf der bekannten Melodie von Hans Leo Hasslers „Mein Gmüth ist mir verwirret“, die nicht nur Telemann, sondern auch viele andere Künstler bis in die Gegenwart zu berühmt gewordenen Bearbeitungen anregte. [Zur Wirkung der Kantate heißt es in einer Rezension: „Telemanns Vertonung besticht durch Poesie, Wärme und Innigkeit und durch mustergültige Ausgewogenheit der Gesamtform. Die beiden Choräle, die den äußeren Rahmen des siebensätzigen Werkes bilden, sind mit besonderer Kunst und Sorgfalt ausgearbeitet. Formales Zentrum und inhaltliches Herzstück ist ein motettischer Chorsatz auf den Text ‚Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben‘ (Offenbarung 14,13).

 

Das Requiem in d-Moll (KV 626) ist eines der bekanntesten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Er begann die Komposition im Jahr 1791, kurz vor seinem Tod. Den Auftrag erhielt er anonym von einem Boten im Namen des Grafen Franz von Walsegg. Mozart konnte das Werk nicht vollenden; sein Schüler Franz Xaver Süßmayr ergänzte es nach seinem Tod. Das Requiem ist eine Totenmesse und zeichnet sich durch seine ernste, bewegende und zugleich dramatische Musik aus. Besonders eindrucksvoll ist beispielsweise das „Dies irae“, das mit kraftvollen Chören und einer spannungsvollen Orchesterbegleitung den Tag des Jüngsten Gerichts darstellt. Das Werk verbindet Trauer, Angst und Hoffnung auf Erlösung.

 

Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt beträgt an der Abendkasse 20,00 Euro. Kartenreservierungen sind ab sofort unter möglich.
 

Foto: S. Janoszka

 
Foto zur Veranstaltung

 

Veranstaltungsort

Bad Lauchstädt

 
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