Milzau
Rund 848 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2024) leben im Ortsteil Milzau. Ortsbürgermeister ist Günter Teichmann.
Erstmals wird Milzau zwischen 881 und 899 im Hersfelder Zehntverzeichnis als „Milisa“ urkundlich erwähnt. Die heutigen neun Ortsteile gehörten über Jahrhunderte hinweg zum Hochstift Merseburg, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 Teil des Sekundogenitur-Fürstentums Sachsen-Merseburg war. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen die Orte 1815 zu Preußen und wurden dem Kreis Merseburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt.
Im 20. Jahrhundert wurden die heutigen Ortsteile mehrfach neu gegliedert: So erfolgten 1937 und 1939 Eingemeindungen von Bischdorf, Netzschkau, Schadendorf, Ober- und Unterkriegstedt sowie Krakau. 1950 folgten Burgstaden und Kleingräfendorf mit ihren Ortsteilen, sodass Milzau seitdem aus insgesamt neun Ortsteilen besteht.
Verwaltungsgeschichtlich gehörte Milzau ab 1952 zum Kreis Merseburg im Bezirk Halle, später zum Landkreis Merseburg-Querfurt und seit 2007 zum Saalekreis. Von 2005 bis 2009 war Milzau Teil der Verwaltungsgemeinschaft Bad Lauchstädt, bevor es am 1. Januar 2010 als ehemals selbständige Gemeinde endgültig nach Bad Lauchstädt eingemeindet wurde.
Ein Höhepunkt im kulturellen Leben ist das jährlich stattfindende Kartoffel- und Schützenfest, das Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region anzieht und die Dorfgemeinschaft lebendig zusammenführt.
Die Geschichte Milzaus ist vielfältig und spiegelt sich bis heute in den Strukturen der neun Ortsteile wider, die den Ort zu einem besonders vielgestaltigen und traditionsreichen Bestandteil der Goethestadt machen.


