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Delitz am Berge

Rund 840 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2024) leben im traditionsreichen Ortsteil Delitz am Berge. Ortsbürgermeister ist Thomas Beßler.


Das Gebiet um Delitz wurde zunächst germanisch besiedelt, bevor im Frühmittelalter slawische Ackerbauern hier eine Siedlung gründeten. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort zwischen 881 und 899 im Hersfelder Zehntverzeichnis. Im 11. Jahrhundert findet sich die Bezeichnung „Delitz im Hosgau“.


Die im 12. Jahrhundert errichtete Kirche geht auf eine romanische Wehrkirche zurück. Im Jahr 1542 wurde Delitz im Zuge der Reformation evangelisch. Wie viele Orte der Region litt auch Delitz im Dreißigjährigen Krieg und im Siebenjährigen Krieg unter Verwüstungen. Dazwischen ereignete sich 1728 ein verheerendes Saale-Hochwasser.


Delitz am Berge war zudem Sitz eines Rittergutes, das über die Jahrhunderte verschiedenen Adelsfamilien gehörte. Einer der Besitzer war der Hofrat und Mediziner Carl August von Madai. Der Gutsherr von Zimmermann ließ 1911 eine „Kinderverwahranstalt“ für Landarbeiter errichten, in den 1930er Jahren folgte der Bau einer Reichsheimstättensiedlung. Nach der politischen Wende 1989 entstanden zahlreiche neue Wohnbauten im Ort.


Verwaltungsgeschichtlich gehörte Delitz am Berge bis 1815 zum hochstiftlich-merseburgischen Amt Lauchstädt, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zeitweise Teil des Sekundogenitur-Fürstentums Sachsen-Merseburg war. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde bis 1952 Teil des Kreises Merseburg, später des Landkreises Merseburg-Querfurt und seit 2007 des Saalekreises.

 

Am 1. Januar 2008 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Delitz am Berge nach Bad Lauchstädt eingemeindet und ist durch die Nähe zu Halle (Saale) ein beliebter Wohnort.
 

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