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Klobikau

Rund 522 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2024) leben im Ortsteil Klobikau. Ortsbürgermeister ist Steffen Schröder.


Erstmals wird Klobikau zwischen 881 und 899 im Hersfelder Zehntverzeichnis als „Cloboco“ erwähnt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und leitet sich vom Wort „hlubcky“ ab, was so viel wie „tief im Grunde der Schwarzeiche“ bedeutet. Früh fiel der Ort in den Besitz der Liudolfinger und wurde später mehrfach zwischen Adelsfamilien, Klöstern und Herrschaftsbereichen getauscht, ehe er im Mittelalter dauerhaft dem Kloster Hersfeld zugeordnet wurde.


m Laufe der Jahrhunderte war Klobikau Teil wechselnder Herrschaftsgebiete: Zunächst im Hassegau, später im Hochstift Merseburg, das ab 1565 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam Klobikau schließlich zu Preußen und gehörte bis 1952 zum Kreis Merseburg, später zum Landkreis Merseburg-Querfurt und seit 2007 zum Saalekreis.


Neben dieser wechselvollen Geschichte sind auch die kirchlichen Bauten von Bedeutung. Die spätromanische Kirche sowie das Rittergut zeugen noch heute von der langen Tradition des Ortes. Ein besonderes kulturhistorisches Highlight stellt die kleine Orgel des berühmten Orgelbauers Friedrich Ladegast dar, die einst in der Dorfkirche Raschwitz stand und heute restauriert im Merseburger Dom erklingt.


Im 19. Jahrhundert prägte der Braunkohleabbau das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Klobikau. Spuren der Bergbaugeschichte sind bis heute sichtbar, gleichzeitig konnte der Ort wichtige historische Bauwerke bewahren. Ein moderner Blickfang ist der Aussichtsturm „Seeblick Klobikauer Höhe“ auf einer Halde am Geiseltalsee, der seit 2002 einen weiten Blick über die Region bietet.


Am 1. Januar 2008 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Klobikau nach Bad Lauchstädt eingemeindet und gehört seither als lebendiger Ortsteil zur Goethestadt.

 

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